Welche Anwendungsmöglichkeiten hat die CranioSacrale Therapie?

Die CranioSacrale Therapie kann immer dann zum Einsatz kommen, wenn das craniosacrale System und mit ihm das zentrale Nervensystem durch äußere (Trauma, Lahmheiten, Rückenprobleme, Rittigkeitsprobleme) oder innere Ursachen (Streß, Hormonelle Dysbalancen, Stoffwechselprobleme) beeinträchtigt ist.

Was ist beim Einsatz von Blutegeln zu beachten?

Blutegel sind sensible Tiere, die auf ihre Umgebungsbedingungen empfindlich reagieren können. So kann es passieren, daß sie nicht beißen wollen, wenn ein Gewitter heranzieht, oder wenn es zu kalt ist. In letzterem Fall kann man dann versuchen, sie mit lauwarmem Wasser aufzumuntern.

Wichtiger noch sind aber auf oder im Patienten vorhandene Medikamente, Salben, Fliegenspray usw. Denn diese können dafür sorgen, daß es den Egeln "nicht schmeckt" und sie nicht beißen wollen oder sofort wieder loslassen. Daher empfiehlt es sich, ein paar Tage vor dem geplanten Termin keine Medikamente mehr äußerlich zu verabreichen und im Zweifelsfall den betroffenen Bereich am Tag zuvor mit klarem Wasser (und evtl. etwas Kernseife - ohne Zusatz von Duftstoffen) zu waschen. Sofern Medikamente wie Schmerzmittel, Cortison oder Antibiotika eingegeben oder gespritzt wurden, sollte dies zuvor mit dem Therapeuten besprochen werden und im Einzelfall abgewogen werden, wieviele Tage vor dem geplanten Termin die Medikamente ggf. abgesetzt werden können bzw. sollten.

Nach der Behandlung bluten die Bißstellen in der Regel einige Zeit nach. Dies ist durchaus erwünscht! Um eine Kontamination der Wunde und auch eine mögliche Verschmutzung der Umgebung zu vermeiden, wird im Gliedmaßenbereich anschließend ein saugfähiger Verband (ohne Druck) angebracht, der nach spätestens 24 Stunden wieder entfernt werden kann. Eine leichte Schwellung und evtl. auch leichte Wärme an der Bißstelle ist in den folgenden Tagen möglich und zeigt die erwünschte lokale Reaktion des Körpers (vermehrte Durchblutung und dadurch Anregung der Heilung). Sollte die Schwellung ausnahmsweise stärker ausfallen und / oder eine erhebliche Schmerzhaftigkeit auftreten, kontaktieren Sie bitte Ihren Therapeuten, um zu klären, ob dies noch unter eine normale Reaktion fällt oder eine (extrem selten vorkommende) Infektion nach dem Biß sein kann, die dann weiterer Behandlung bedarf.

Gelegentlich zeigen die Tiere an den folgenden Tagen durch Benagen oder Kratzen, daß an den Bißstellen Juckreiz vorhanden ist. In diesem Fall sollte ein Wiedereröffnen der Bißstellen möglichst vermieden werden, um eine Sekundärinfektion zu vermeiden (im Zweifelsfall durch einen leichten Verband noch für weitere 2 oder 3 Tage).

Ist Akupunktur schmerzhaft?

Die zur Akupunktur verwendeten Nadeln sind feiner und elastischer als normale Injektionsnadeln. Daher verspüren die Tiere nicht mehr als den minimalen Nadeleinstich. Während die Nadeln liegen, ist dies nicht schmerzhaft. Auch die Stimulation der Punkte mit einem Akupunkturlaser ist nicht schmerzhaft.
Vom Menschen ist das sogenannte „De Qi-Gefühl" kurz nach dem Einstich bekannt, das sich z.B. in Form von leichtem Ziehen oder Kribbeln, oder Wärmeausbreitung im Meridianverlauf bemerkbar macht. Gelegentlich kann auch vorübergehend leichter Juckreiz am Akupunkturpunkt auftreten. Solche Empfindungen treten möglicherweise auch vorübergehend bei den tierischen Patienten auf.

Können Akupunktur und CranioSacrale Therapie miteinander kombiniert werden?

Ja! Beide Methoden aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers und ergänzen sich. In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden neben der Akupunktur und der Kräutertherapie auch manuelle Verfahren eingesetzt, um Blockaden zu lösen. Daher kann eine Kombination der Akupunktur mit manuellen Methoden je nach zugrunde liegender Erkrankung sinnvoll sein!

Was ist vor der Therapie zu beachten?

Akupunktur und Craniosacrale Therapie:

Pferde sollten möglichst nicht kurz vor der Behandlung geritten werden, um die Tastbefunde an den Akupunkturpunkten nicht zu verändern.
Da die Akupunkturpunkte über den ganzen Körper verteilt liegen und somit „von der Nasenspitze bis zum Schweif bzw. den Hufen" überall die Möglichkeit zur Nadelung besteht, sollte das Pferd vorher geputzt werden. Auch zur craniosacralen Therapie sollte das Pferd geputzt vorgestellt werden, da der Patient ebenfalls von Kopf bis Fuß untersucht und behandelt wird.

Blutegeltherapie:

Da Blutegel sehr sensibel auf ihre Umgebung reagieren, sollte der Patient möglichst nicht kurz vorher äußerlich mit Salben, Lotionen, Fliegenspray oder ähnlichem behandelt worden sein. Gegebenenfalls kann man die betroffene Region z.B. das Bein am Tag vor dem Termin mit Wasser und evtl. Kernseife waschen (ohne Zusätze von Duftstoffen usw.). Sofern Medikamente innerlich verabreicht wurden (durch eingeben oder spritzen), sollte mit dem Therapeuten geklärt werden, ob und wann die Medikamente vor dem geplanten Termin abgesetzt werden können.